Ferdinand Laholli (Biografia dhe poezi shqip-gjermanisht)
Nur wenige Monate nach Lahollis Geburt wurde die Familie erneut zwangsweise umgesiedelt, diesmal in das Internierungslager von Savër. Dort verbrachte er drei Jahrzehnte seines Lebens – unter Bedingungen, die ihm jegliche bürgerlichen und politischen Rechte verweigerten.
Die achtjährige Schule besuchte er in Savër, die landwirtschaftlich-mechanische Mittelschule in Lushnja – ein Bildungsweg, der ihm erst nach zahlreichen Beschwerdebriefen an das damalige Zentralkomitee ermöglicht wurde. Als er später wegen eines Studiums im Bildungsministerium vorsprach, teilte ihm der Minister mit Bedauern mit, dass es derzeit keine freien Studienplätze gebe und dass sich daran auch in den kommenden Jahren nichts ändern werde.
Als wäre ein solches Schicksal nicht schon schwer genug gewesen, tauchte sein Name ab 1982 zudem auf der Liste der Verleumdungen des albanischen Geheimdienstes auf – angeblich als griechischer Agent.
Lahollis poetische Stimme ist aus den Tiefen dieser monistischen Finsternis hervorgegangen. Bereits im Alter von fünfzehn Jahren suchte er einen Verlag für sein erstes Manuskript, doch sein erstes Buch konnte in Albanien erst nach dem Sturz der Diktatur erscheinen.
Seine Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter Deutsch, Italienisch, Englisch, Schwedisch, Türkisch, Niederländisch, Kärntnerisch, Rumänisch, Französisch und Ungarisch.
In Deutschland arbeitete er in verschiedenen Berufen, unter anderem als literarischer Übersetzer und als DaF/DaZ Dozent.
si teza
që s’i mbron më kush.
është afërsia si një sistem i hapur.
E paqëndrueshme,
por e vërtetë.
Veç mbështetet tek unë.
si një frut që piqet ngadalë,
dhe hëna mbledh dritën e saj
në sytë e tu të qetë.
është një hark i butë drite
që e përkul kohën,
derisa orët treten
brenda vetes.
Brenda nesh
ajo merr formën e prekjes.
wie eine Frucht, die langsam reift,
und der Mond sammelt sein Licht
in deinen stillen Augen.
Dein Lachen
ist ein weicher Bogen Helligkeit,
der die Zeit beugt,
bis die Stunden schmelzen
in ihr eigenes Inneres.
Draußen reist die Zeit
por nxehtësia që mbetet
kur gjithçka shuhet.
si dy hije që sapo kanë kaluar
përmes të njëjtit dritëzim.
në hapësirën e padukshme
ku frymoj unë.
dhe emrit tim
hapet një vend
ku afshi nuk mjafton
për ta shpjeguar.
sondern die Wärme, die bleibt,
wenn alles erlischt.
Wir liegen nebeneinander
wie zwei Schatten, die eben erst
durch denselben Schimmer gingen.
Dein Finger zeichnet Kreise
in den unsichtbaren Raum,
in dem ich atme.
Zwischen deinem Atem
Numëroj ritmin tënd të brendshëm,
si thellohet kur afrohem,
si ndalet kur heshtja
prek një pikë të padukshme.
është më e pranishme
në pothuajse.
Ich zähle deinen inneren Rhythmus,
wie er sich vertieft, wenn ich näherkomme,
wie er innehält, wenn die Stille
einen unsichtbaren Punkt berührt.
Wir sind noch kein Kuss.
am stärksten
im Fast.
dhe trupi yt i zhveshur
vishet me hënë.
si të ndiqte një kujtim
që sapo është zgjuar.
e qetë,
si një përgjigje
që nuk ka nevojë për fjalë.
und dein nackter Körper
kleidet sich in Mond.
Meine Hand folgt der Schattenlinie,
als folgte sie einer Erinnerung,
die eben erwacht ist.
Du wartest ausgestreckt,
ruhig,
wie eine Antwort,
die keine Worte braucht.
Në vend të tyre,
një shikim
një lëvizje e lehtë e ijeve të tua
që flet më shumë se gjuha.
si një kujtim që sapo lind.
dhe trupi yt përgjigjet
me drithërimën e gjethes në padurimin e erës.
An ihrer Stelle
ein Blick,
der eine unsichtbare Tür des Begehrens öffnet,
eine leichte Bewegung deiner Hüften,
die mehr sagt als Sprache.
wie eine Erinnerung, die gerade entsteht.
Meine Lippen auf deiner traumgeborenen Brust,
und dein Körper antwortet
mit dem Zittern eines Blattes im Ungestüm des Windes.
Mehr braucht es nicht.
ngjitesh mbi mua,
flokët ulen si perde.
si një valë që kërkon breg.
zëri yt dritë e thyer në të,
dhe ti shpejton
si të kërkoje thellësinë
që të pret.
steigst über mich,
dein Haar fällt wie ein Vorhang.
und dein Körper hebt sich
wie eine Welle, die das Ufer sucht.
Mein Atem ein offenes Meer,
deine Stimme gebrochenes Licht darin,
und du beeilst dich,
als suchtest du die Tiefe,
die dich erwartet.


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